Foto: Santiago Engelhardt / Fairtrade

Fairtrade

Fairtrade kennzeichnet Produkte, die aus fairem Handel stammen und bei deren Herstellung bestimmte soziale, ökologische und ökonomische Kriterien eingehalten wurden. Alle Bauern, die Fairtrade-Produkte exportieren, sind von Fairtrade zertifiziert. Regelmäßige Audits überprüfen dabei, dass die entsprechenden Fairtrade-Standards eingehalten werden.

Fairtrade gibt Konsumenten die Sicherheit, dass Kleinbauern, Kooperativen und Plantagen einen stabilen und gerechten Preis für ihre Ware erhalten haben, der die Kosten einer nachhaltigen Produktion deckt. Darüber hinaus wird für alle Produkte eine Fairtrade-Prämie gezahlt. Die zu Genossenschaften zusammengeschlossenen Bauern entscheiden selbst, wofür diese Prämie verwendet wird, z. B. für den Bau von Trinkwasserbrunnen, den Bau oder die Renovierung von Straßen und Schulen, für die medizinische Versorgung oder für Fortbildungen.
Mit dem Kauf von Bananen mit Fairtrade-Siegel leisten Konsumenten damit einen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kleinerzeugern auf der ganzen Welt.

Bereits vor über 20 Jahren hat Port International als Pionier in der Obst- und Gemüsebranche die ersten Fairtrade-Bananen nach Europa importiert. Lesen Sie hier die ganze Fairtrade-Story.

DIE Port-FAIRTRADE-STORY

Alles begann 1996 mit einem Besuch von Bert Beekman, dem Gründungsdirektor der niederländischen Max Havelaar Stiftung, der Frachtraum für den Seetransport einiger weniger Paletten „fair gehandelter“ Bananen nach Europa suchte. Mike Port war neugierig und begann, sich für die Fairtrade-Idee zu begeistern. Die Ideale und Standards des Systems passten gut zum Verständnis der familiengeführten Firmengruppe von langfristigen und partnerschaftlichen Handelsbeziehungen zu den Lieferanten. Doch nur der Transport war ihm zu wenig. „Wenn schon, dann richtig“, dachte er sich und entschied, Fairtrade-Bananen selbst zu verkaufen. So wurde kurzerhand die Marke „Fairnando“ geboren und man zählte 1997 zu den Pionieren, die Bananen mit dem Fairtrade-Siegel nach Europa importierten.

Da Fairtrade-Kaffee, -Tee und -Schokolade zu dem Zeitpunkt erst wenige Jahre in deutschen Supermarktregalen präsent waren, war das Verbraucherinteresse noch relativ gering – genauso wie die Anzahl der Verkaufsstellen, die bereit waren, Fairtrade-zertifizierte Produkte in ihr Sortiment aufzunehmen. Zu unbekannt war das Siegel zu dieser Zeit. Hinzu kamen Qualitätsprobleme, die dem Projekt keinen einfachen Start bereiteten. Ende 1997 trat in Südamerika das Wetterphänomen „El Niño“ auf und sorgte für starke Regenfälle und Überschwemmungen in den Anbaugebieten. Alle Bananen der Region waren davon betroffen, und so war für einen großen deutschen Einzelhändler, der kurz zuvor mühsam als einer der ersten deutschlandweiten Abnehmer von Fairtrade-Bananen gewonnen worden war, das Experiment dadurch schnell wieder beendet.

Nicht nur auf dem deutschen Markt war für die fairen Bananen aller Anfang schwer. Auch in den Produktionsländern musste einiges an Aufbauarbeit geleistet werden. Der faire Handel hat zum Ziel, Kleinbauern und Produzentenkooperativen Zugang zum Weltmarkt zu verschaffen. Viele Produzenten von Fairtrade-Bananen hatten bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Erfahrung im Export frischer Früchte gehabt. Sie produzierten lediglich für den Eigenbedarf oder verkauften ihre Früchte auf lokalen Märkten. Die Qualität der ersten Lieferungen war daher sehr unterschiedlich und es brauchte einige Zeit, alle Produzenten auf ein einheitliches Qualitätsniveau zu bringen. Mike Port hat die Produzenten mit seinem Wissen über die Produktion und den Export von Bananen während dieser Aufbauphase intensiv unterstützt und tut dies bis zum heutigen Tag.

 

Import von Fairtrade-Produkten heute

Der lange Atem, den Port bewiesen hat, wurde schließlich belohnt. Das Netzwerk der Produzenten, die ihre fairen Bananen nach Europa schickten, wuchs stetig. Heute sind über 3.000 Bauern Fairtrade-zertifiziert und profitieren von den ganzjährig stabilen Bananenpreisen und der zusätzlichen Fairtrade-Prämie.
Qualitativ spielen die Fairtrade-Bananen mittlerweile in der ersten Liga und sind zu über 90 Prozent zusätzlich auch Bio-zertifiziert. Bei ihrer Produktion wird also auf chemische Pflanzenschutzmittel oder umweltbelastende Düngemittel verzichtet. Dies ist ein Erfolg des Fairen Handels, denn die stabilen Fairtrade-Preise und vor allem die zusätzliche Fairtrade-Prämie ermöglichen es den Bauern, sich nach dem Standard der EU-Bio-Verordnung und den darüber hinausgehenden Anforderungen des Handels zertifizieren zu lassen.

Zudem handeln wir seit vier Jahren auch Fairtrade-Orangen und -Zitronen aus Südafrika.

Auszeichnung mit dem Fairtrade-Award

Das Durchhaltevermögen, die Konsequenz und die Nachhaltigkeit, die Mike Port in all den Jahren beim Handel mit Fairtrade-Bananen an den Tag legte, beeindruckte die deutsche Fairtrade-Organisation Transfair e.V. so sehr, dass er 2012 mit dem Fairtrade-Award ausgezeichnet wurde, für den für den auch bekannte Marken wie Pfanner Fruchtsäfte und Ben & Jerry’s Eiscreme nominiert waren und der von einer unabhängigen Jury vergeben wird.

Der Fairtrade-Award 2012 war eine Bestätigung der Erfolge im 20-jährigen Handel mit Fairtrade-Bananen, aber auch eine Bestätigung der Expertise aus über 100 Jahren Bananenimport der Familie Port.

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